Lies, damned lies, and statistics
Friday, July 24th, 2009
ungefähr 2.860.000 Seiten für Hausfrauen
ungefähr 14.500.000 Seiten für Rezepte
ungefähr 25.100.000 Seiten für Mutter
ungefähr 11.900.000 Seiten für Erziehung
ungefähr 780.000 Seiten für emanzipation
ungefähr 7.550.000 Seiten für Schwangerschaft
ungefähr 227.000 Seiten für empfängnisverhütung
ungefähr 163.000 Seiten für weibliche gamer
sowie ungefähr 5.850.000 Seiten für frauen im internet [im] Google [index]
Quelle: Was immer mal gesagt werden sollte.
Nun kenne ich mich mit Wahlforschung sowie Waehlerverhalten nicht so wirklich aus. Von daher kann ich nicht sagen ob die Nachrichtenschnipsel die poisenivy in ihrem Artikel zitiert stimmen, oder nicht (vermutlich stimmen diese Werte, was das Wahlverhalten betrifft, schon).
Allerdings finde ich es recht amuesant, dass es gerade sehr viele Webseiten existiren die die, nun ja, “klassische” (besser: gestrige) Frauenrolle betreffen: Kinder, Kochen, Geburt.
Natuerlich ist es schlicht falsch (und ich kann es poisenivy nicht uebelnehmen, dass sie diese Aussagen so verstanden hat) an Hand von Waehlerverhalten auf die Internetaffinitaet der Geschlechter zu schliessen.
Von daher also etwas mehr Munition um die Annahme “Internet = Maenner” ein wenig auszuhebeln:
(Quelle: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit, die Zahlen stammen aus 2006, aber ich glaube kaum dass die Zahlen sich dem allgemeinen Trend “mehr Internet” widersetzen, und 2009 weniger Frauen im Netz sind)
- Erstmals sind über 50 Prozent [Frauen] online und die Differenz zu den Männern ist gesunken
- Frauen und Männer mit abgeschlossenem Studium sind mit 80 Prozent Onlinenutzung gleichauf, demgegenüber ist die Schere zwischen Frauen und Männern größer und nimmt tendenziell zu, je geringer der Bildungsgrad ist. Volksschülerinnen ohne Lehre sind zu 17 Prozent online und liegen damit 23 Prozentpunkte unter dem Nutzungsgrad der Männer.
- Die Differenz zwischen Frauen und Männern aus der Gruppe der ArbeiterInnen/ HandwerkerInnen ist von 13 Prozentpunkten 2002 auf 29 Prozentpunkte 2006 gestiegen. Tendenziell nivellieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern je höher der berufliche Status ist.
- Zwar haben auch die über 60-Jährigen mit Abitur bzw. Hochschulabschluss den höchsten Online-Anteil, der Abstand zwischen Frauen und Männern ist in diesem Bildungssegment allerdings mit 20 Prozentpunkten am größten.
Betrachtet man die Zahlen fuer 2007, zeigt sich dass sich Luecken schliessen.
Und das zieht noch nichtmal die Nutzerdemographie einzelner Webseiten wie Facebook, StudiVZ, undsoweiter, in Betracht.
Fazit: Das web ist, wenn nicht geschlechtsneutral, so doch auf dem Weg dahin.
